Vortrag: Geschichtspolitik als Kulturkampf – Der Gebrauch von „Geschichte“ im aktuellen Rechtspopulismus

20. September 2017 - 18:30 Uhr
Ort: 

Gedenkhalle, Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen

Rechtspopulistische Bewegungen polemisieren lautstark gegen eine vermeintliche „Überfremdung“ oder „Islamisierung“ Deutschlands oder des „Abendlandes“. In diesen Argumentationsmustern spielt der Verweis auf Geschichte eine zentrale Rolle. Entweder, um eine angeblich bessere Vergangenheit zu verklären, oder, um eine gemeinsame „exklusive“, kulturell und ethnisch homogene Identität zu beschwören. Der Vortrag widmet sich den geschichtspolitischen Mythen und Argumentationsmustern des aktuellen Rechtspopulismus. Zu fragen ist auch nach der strategischen Bedeutung, die dem Gebrauch von „Geschichte“ zukommt. Auf welche gesellschaftlichen Resonanzen stoßen die geschichtspolitischen Vorstöße des Rechtspopulismus und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für eine demokratisch orientierte historisch-politische Bildung?

Referent: Michael Sturm, pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster