Archiv

Das Archiv ermöglicht Ihnen den Zugriff auf vergangene Veranstaltungen und Ausstellungen.
Sie sind herzlich eingeladen darin zu stöbern.

27. Januar 2020 - 12:00 Uhr

Freiherr vom Stein-Gymnasium


Gedenkfeier

27. Januar - Holocaust-Gedenktag

 

Am Gedenktag wird aller Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Auf den Befreiungstag von Auschwitz legte der damalige Bundespräsident Roman Herzog 1996 den Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte 2005 den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

 

Zur Gedenkfeier am Montag, 27. Januar 2020, um 12 Uhr lädt die Stadt Oberhausen in das Freiherr vom Stein-Gymnasium ein.

 

Die Feier wird gestaltet durch Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus Oberhausener Schulen.

 

Ansprachen:

Daniel Schranz, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen

Uwe Bleckmann, Schulleiter des Freiherr vom Stein-Gymnasiums

 

Die Stadt Oberhausen gedenkt am 27. Januar aller Opfer des NS-Regimes und gemahnt, auch in der Gegenwart wachsam zu sein gegenüber Antisemitismus und Antiziganismus, gegenüber jeglicher anderen Form von Ausgrenzung und gegenüber jedweder Behauptung der vermeintlichen Ungleichwertigkeit von Menschen. Wenn Sie mit diesen Gedanken übereinstimmen, sind Sie herzlich zur Teilnahme eingeladen.

13. Dezember 2019 - 19:00 Uhr

Gedenkhalle


Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Loretana de Libero

Im Schatten der Wehrmacht? Zum Totengedenken (in) der Bundeswehr

 

Die Bundeswehr ist nach 1955 im Wesentlichen von ehemaligen Wehrmachtangehörigen aufgebaut worden. Im Totengedenken der jungen Streitkräfte standen daher die Gefallenen der beiden Weltkriege über viele Jahrzehnte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Erst 2009 wurde mit dem „Ehrenmal der Bundeswehr“ in Berlin ausschließlich der im Dienst getöteten oder gestorbenen Bundeswehrangehörigen gedacht.

Der Vortrag beleuchtet personelle und ideelle Kontinuitäten und Diskontinuitäten im Totengedenken (in) der Bundeswehr. Analysiert werden an ausgewählten Beispielen Entwicklung und Funktion von Form, Sprache und Inhalten der Erinnerungs- und Gedenkkultur im militärischen Raum. Beleuchtet werden soll ferner, ob und auf welche Weise die Auslandsmissionen der Bundeswehr, im Besonderen der ISAF-Einsatz in Afghanistan, das Erinnern und Gedenken in der Bundeswehr (aber und auch in der Zivilgesellschaft) verändert haben.

 

Die Referentin Loretana de Libero ist Professorin für Moderne Militärgeschichte an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Zugleich lehrt sie an der Universität Potsdam. Zu ihren Forschungsgebieten zählen Emotions-, Rechts- und Gewaltgeschichte. Sie gilt als eine der wenigen Expertinnen zu Fragen der militärischen Erinnerungskultur und hat den Prozess um die neuen Traditionsrichtlinien im Verteidigungsministerium beratend begleitet.

 

Foto: Westfriedhof Oberhausen, © Gedenkhalle

 

 

10. Dezember 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1963

 

In der Geschichte der deutschen Erinnerungskultur werden die 1950er-Jahre zumeist charakterisiert als eine Phase der politischen Stagnation und kollektiven Verdrängung. Wirft man einen Blick auf die Kinoprogramme dieser Jahre scheint sich dieser Eindruck zu bestätigen, befassen sich doch nur wenige Filme mit Themen des Dritten Reiches. Ein solcher Blick übersieht jedoch, dass die Prävalenz des Films inzwischen von einem anderen Medium in Frage gestellt wird: dem Fernsehen.

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus. Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Auch der letzte Abend dieser Filmreihe wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet, der die Filme in ihrem jeweiligen historischen Kontext verortet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

6. und letzter Filmabend: Der andere Blick: Erinnerungskultur in der DDR

 

Film 1: DIE GERECHTIGKEIT NEHME IHREN LAUF, Sonderbericht zum Globke-Prozess, DDR 1963, Produktion: Deutscher Fernsehfunk, Beitrag in der Sendereihe IM BLICKPUNKT, Länge: 10 Min.

Film 2: DER PROZESS WIRD VERTAGT, DDR 1958, Regie: Herbert Ballmann

 

19. November 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1963

In der Geschichte der deutschen Erinnerungskultur werden die 1950er-Jahre zumeist charakterisiert als eine Phase der politischen Stagnation und kollektiven Verdrängung. Wirft man einen Blick auf die Kinoprogramme dieser Jahre scheint sich dieser Eindruck zu bestätigen, befassen sich doch nur wenige Filme mit Themen des Dritten Reiches. Ein solcher Blick übersieht jedoch, dass die Prävalenz des Films inzwischen von einem anderen Medium in Frage gestellt wird: dem Fernsehen.

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus.

 

Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Jeder Abend wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet, der die Filme in ihrem jeweiligen historischen Kontext verortet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion

 

5. Filmabend - „Was damals Recht war ...“ Justiz im Dritten Reich und danach

 

Film 1: DUNKELZIFFER, BRD 1964, Produktion: NDR (Folge 102 der Sendung PANORAMA), Länge: 18 Min.

Film 2: ROSEN FÜR DEN STAATSANWALT, BRD 1959, Regie: Wolfgang Staudte, Länge: 94 Min.

 

 

17. November 2019 - 11:00 Uhr

Gedenkhalle


Gedenkfeier

Einladung zur Teilnahme

 

Zum Volkstrauertag, der in Oberhausen traditionell als Friedenssonntag begangen wird, lädt die Stadt Oberhausen zu einer öffentlichen Feierstunde am Sonntag, den 17. November 2019 ein.

 

11 Uhr Kranzniederlegung an der „Trauernden“ vor der Gedenkhalle

anschließend Gedenkfeier in der Gedenkhalle im Schloss Oberhausen

 

Festrede: Stefan Wunsch, wissenschaftlicher Leiter NS-Dokumentation Vogelsang:

Architektur, Skulptur und Ideologie - Willy Meller und die Ordensburg Vogelsang

 

musikalische Beiträge:

Lotti Zora Kettling und Luca A. Naudszus

 

Foto: Gedenkhalle

 

14. November 2019 - 19:00 Uhr

Gedenkhalle


Podiumsgespräch

Willy Meller – ein Künstler zwischen NS-Diktatur und Demokratie

 

Im April dieses Jahres sorgte die Abhängung zweier Gemälde von Emil Nolde im Bundeskanzleramt für Aufsehen. Schlaglichtartig wurde anhand von Nolde die Frage erneut gestellt, ob man Kunst und Künstler voneinander trennen kann, und wie mit etwaigen NS-Verstrickungen umzugehen sei. Nolde war bis zum Kriegsende NSDAP-Mitglied und Antisemit. Gleichzeitig galt er als „entarteter Künstler“.

 

Dieselben Fragen lassen sich an die Person und das Werk Willy Mellers richten und sollen in dem Podiumsgespräch diskutiert werden: War er ein NS-Künstler, sein Werk NS-Kunst? Und wie soll mit seinen Arbeiten umgegangen werden, die nach 1945 entstanden? Soll NS-Kunst unter Denkmalschutz gestellt werden?

 

Podiumsgespräch mit: Dr. Hans Hesse, Historiker, und Dr. Elke Purpus, Kunsthistorikerin, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek Köln.

Moderation: Mareike Otters, Kuratorin der Ausstellung „RISSE IM STEIN“

 

Foto: Gedenkhalle

 

7. November 2019 - 18:00 Uhr

Friedenstraße 24, ehemaliger Ort der zerstörten Synagoge


Gedenkfeier

Gedenken an die Opfer des Novemberpogrom von 1938

 

Zur Erinnerung an die Verbrechen während der Pogromnacht des 9. November 1938 und zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht unter der Oberhausener jüdischen Bevölkerung lädt die Stadt Oberhausen in Kooperation mit den jüdischen Gemeinden in Oberhausen und dem Theater der Stadt Oberhausen zu einer öffentlichen Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Donnerstag, den 7. November 2019, um 18 Uhr an den ehemaligen Standort der Synagoge, Friedenstraße 24, ein.

 

Ziel der Gedenkfeier ist, Antisemitismus, Rassismus und jedwede andere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu ächten. Wenn Sie mit den Zielen unserer Gedenkfeier übereinstimmen, sind Sie herzlich zur Teilnahme eingeladen.

 

5. November 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1964 - eine Filmreihe der Gedenkhalle im Kino im Walzenlager

 

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus. Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Der Abend wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

4. Filmabend: Jüdisches Leben nach der Shoah

 

Film 1: DIE VERGESSENEN, BRD 1956, Regie Peter Dreessen und Peter Adler, SDR (29 MIn.)

 

Film 2: ALS WÄR'S EIN STÜCK VON DIR. DIE JÜDISCHEN MITBÜRGER IN DEUTSCHLAND, BRD 1959, Regie: Peter Schier-Gribowski, NDR (70 Min.)

 

Abbildung: Filmstill DIE VERGESSENEN

29. Oktober 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1964 - eine Filmreihe der Gedenkhalle im Kino Walzenlager

 

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus. Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Der Abend wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

3. Filmabend: Von Nichts gewusst - Wehrmacht und Kriegsverbrechen

 

AM GRÜNEN UFER DER SPREE, BRD 1960, Episodenfilm in 5 Teilen

Episode1: DAS TAGEBUCH DES JÜRGEN WILMS, BRD 1960, Regie Fritz Umgelter (Folge 1 aus dem Ferrnsehzyklus AM GRÜNEN UFER DER SPREE), 96 Min.

 

„Obwohl 'Am grünen Strand der Spree' an der [nicht zutreffenden] Dichotomie der ‚ehrenhaften Wehrmacht‘ und der ‚verbrecherischen SS‘ festhielt, gelang dem WDR mit dieser Produktion ein neuer Realismus in der filmischen Darstellung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik während des Rußlandfeldzuges.“ Michael Aschenbach: Holocaust und Film. Die Rezeption populärer Spielfilme über die Shoah in der Bundesrepublik Deutschland und ihr Einfluss auf die Erinnerungskultur, Hannover 2004

 

Abbildung: Ausschnitt DVD-Hülle

 

10. Oktober 2019 - 18:30 Uhr

Gedenkhalle


Vortrag

Dr. Nils Löffelbein:

Zerklüftete Erinnerung - Kriegs- und Opfergedenken von Weimar bis zur Wiedervereinigung

 

Als Erbe der beiden Weltkriege etablierte sich in allen Staaten Europas ein breites Gedenken an den Krieg und seine Opfer. Insbesondere in Deutschland hat sich die gesellschaftliche Erinnerung an die Kriegstoten im Laufe des 20. Jahrhunderts stark gewandelt. Der Vortrag beleuchtet die wechselhafte Geschichte des öffentlichen Gedenkens an Gefallene und Ermordete in den Kriegen des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Wurde der Tod auf dem Schlachtfeld nach dem Ersten Weltkrieg mehrheitlich noch als heldenhaftes Opfer gefeiert, betonte man in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg das erlittene Leid der Soldaten. Später rückten vor allem die Opfer des Holocaust ins Zentrum der westdeutschen Erinnerungskultur. Über Form und Inhalte des Geschichtsgedenken wird bis in die Gegenwart politisch heftig gestritten.

 

Nils Löffelbein studierte Neuere und Neueste Geschichte, der Osteuropäischen Geschichte und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Promotion mit dem Thema "Ehrenbürger der Nation. Die Kriegsbeschädigten des Ersten Weltkriegs in Politik und Propaganda des Nationalsozialismus" erhielt 2012 den Preis "Beste Dissertation 2012" der Universität. Seitdem mehrjährige Assistenzarbeiten, seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

 

Foto: Ernst Barlach, Magdeburger Ehrenmal, (1924-1929), © AKG-Images

Seiten