Wechselausstellungen und Wanderausstellung

Sonderausstellung 28. September - 19. Dezember 2021

 

Jüdische Nachbarn
 
 

Anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zeigt die Gedenkhalle Oberhausen ab dem 28. September 2021 die Wechselausstellung "Jüdische Nachbarn" - ein biografiegeleitetes Projekt zum jüdischen Leben auf dem Land und in der Stadt in Lippe, Rheinland und Westfalen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

 

Die Ausstellung und die Workshops richten sich in erster Linie an Schüler der Sek I und II, die ihr Wissen über die Vielfalt jüdischen Lebens vor der NS-Herrschaft in dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens vertiefen möchten. Begleitend zu der Sonderausstellung bietet die Gedenkhalle Workshops und Führungen an, die die Schicksale der einzelnen Familien vor, während und nach der Shoah aufgreifen. Die Ausstellung erschließt sich dem Besucher der Gedenkhalle auch ohne Führung und Workshop. QR-Codes auf den insgesamt 14 Ausstellungstafeln bieten viele zusätzliche Informationen und Hintergründe für den individuellen Besuch. 

 

Das Landjudentum wird anhand der Familie Humberg aus Dingden vorgestellt, der zweite Baustein der Ausstellung befasst sich mit der Pluralität jüdischen Lebens in der Stadt. Hier findet sich dann auch die Parallele zur Stadt Oberhausen mit den unterschiedlichen Traditionen der zwei jüdischen Synagogengemeinden Holten und Oberhausen.

 

Die Wechselausstellung wird bis zum 19. Dezember 2021 in der Gedenkhalle zu sehen sein. Workshops und Führungen können vorab unter der Telefonnummer 0208/6070531-14 oder unter der E-Mail: paedagogik-gedenkhalle@oberhausen.de gebucht werden.

 

 


 

Sonderausstellung 23. Februar - 30. Juni 2021

 

Vergessene Opfer der NS-Euthanasie

 

 

Vom 23. Februar bis zum 30. Juni 2021 zeigt die Gedenkhalle Oberhausen eine Ausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein.

 

Mindestens 600.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 Opfer der NS-Rassenideologie.  400.000 Männer und Frauen wurden zwangssterilisiert, viele starben an den Folgen des Eingriffs. Aufgrund von Behinderungen oder psychischen Erkrankungen galten sie den Nationalsozialisten als „lebensunwert“. Unter den Opfern befanden sich auch mindestens 5.000 Kinder, welche im Rahmen der sogenannten „Kinder-Euthanasie“ getötet wurden.

 

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den ideologischen Grundlagen der NS-Rassenideologie, den Opfern und Tätern und exemplarisch mit der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein. Allein in der Gaskammer von Pirna-Sonnenstein wurden über 1.500 Menschen ermordet.

 

Die Ausstellung stellt die zunehmende Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen dar, die nach Kriegsbeginn 1939 zu einem systematischen Massenmord führte. Anhand von Biographien der Opfer rekonstruiert die Ausstellung den Weg schlesischer Psychiatriepatienten nach Sachsen und ihre Ermordung im Rahmen verschiedener Tötungsaktionen. 

 

Die Ausstellung ist von dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Führungen können unter der Telefonnummer 0208/6070531-14 oder unter der Email-Adresse info-gedenkhalle@oberhausen.de  gebucht werden.

 

 

 



 

Sonderausstellung 10. Mai 2020 bis 23. August 2020
 

Einige waren Nachbarn.
Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand

 

 

Die Ausstellung adressiert eine der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle von Hitler und anderen Führern der NSDAP ist unbestreitbar.

 

Doch die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist weniger bekannt. Im nationalsozialistischen Deutschland und in dem von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall, in Regierung und Gesellschaft, Formen von Zusammenarbeit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.

 

„Einige waren Nachbarn“ untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse reflektieren Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn. Die Ausstellung zeigt auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.

 

Eine Sonderausstellung des United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C.

 

 

 


 

RISSE IM STEIN

Die Trauernde und das Gedenken in Oberhausen
 

Ausstellung 18. Juni 2019 bis 1. März 2020
 

 

Zur Ausstellung
Vor nunmehr 57 Jahren weihte die Stadt Oberhausen ein zentrales Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs, die Opfer des Nationalsozialismus und für Vertriebene ein: eine vier Meter hohe, in einen Umhang gehüllte Frau aus Stein: „Die Trauernde“. Seither dient „Die Trauernde“ der Stadt Oberhausen als offizieller Gedenkort zum Volkstrauertag. Diese in Stein gemeißelte Gedenk-Tradition hat jedoch im Laufe der Jahrzehnte Risse bekommen. Nicht erst in jüngerer Zeit weisen kritische Stimmen darauf hin, dass der Urheber der Skulptur, Willy Meller, mit dem Nationalsozialismus verstrickt war und das Opferverständnis des Denkmals heute unzureichend ist. Die Ausstellung macht sich auf, nach den Rissen im Oberhausener Gedenken zu suchen, und fragt danach, wie ein angemessener Umgang mit „Der Trauernden“ zukünftig aussehen könnte.

 

Eine Eigenproduktion der Gedenkhalle Oberhausen mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW
 

 


 

Wanderausstellung zu "Marlene Dietrich" ab sofort entleihbar!

Mit der in Eigenproduktion produzierten Ausstellung zur Haltung des Weltstars zu Deutschland und den Nationalsozialisten konnte die Gedenkhalle ein großes Publikum begeistern.

Aufgrund des starken Interesses hat die Gedenkhalle ihre Marlene-Dietrich-Wechselausstellung zu einer Wanderausstellung umgebaut, die ab sofort entliehen werden kann. Interessenten wenden sich mit ihrer Anfrage per E-Mail an gedenkhalle-bunkermuseum@oberhausen.de oder an Tel. +49/208/607053113.
 



3. September - 10. Dezember 2017

Abbildung © Nils Oskamp

Ausstellung in der Gedenkhalle: Nils Oskamp - "Drei Steine"

 

In der Graphic Novel „Drei Steine“ hat Nils Oskamp seine eigene Geschichte festgehalten, als er zur Zielscheibe von Neonazis wurde. Zwischen Verteidigung und Flucht versuchte er nicht nur sprichwörtlich, die Attacken zu überleben. Die drei Steine, nach denen die Graphic Novel betitelt ist, machen beispielhaft deutlich, was es für Nils Oskamp bedeutete, nicht selbst zum Täter zu werden und andere zum Opfer zu machen. Eine Ausstellung mit Aktualitätsbezug.

 

 

 

 


 

18. Mai - 27. August 2017

 

Ausstellung: "Stolpersteine. Es war gleich nebenan."

Die Ausstellung erläutert das Gedenk-Kunstwerk "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig und seine Geschichte in Oberhausen. Sie erzählt die Lebensgeschichten von 16 Oberhausenerinnen und Oberhausenern, für die am 28. März 2017 Stolpersteine verlegt wurden. Die Steine zeigen, dass diese Menschen gleich nebenan wohnten, dass sie Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde oder Familienmitglieder waren. Es war auch dort nebenan, wo sie aus ihrem Alltag gerissen und ihres Lebens beraubt wurden.