Termine

Die Gedenkhalle richtet regelmäßig Vortragsreihen zu verschiedenen Themen aus, schwerpunktmäßig zu den Themen Nationalsozialismus, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus.

Weiterhin finden jährlich in und mit der Gedenkhalle Gedenkfeiern zum 27. Januar (Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus), am 1. September (Anti-Kriegstag), am 9. November (Novemberpogrom 1938) und zum Volkstrauertag statt. Nähere Informationen dazu finden Sie im Archiv.
Gern laden wir Schulen, Künstler, Musiker und andere Geschichtsinteressierte zur aktiven Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen ein. Kontaktieren Sie uns bei Interesse!

29. Oktober 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1964 - eine Filmreihe der Gedenkhalle im Kino Walzenlager

 

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus. Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Der Abend wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

3. Filmabend: Von Nichts gewusst - Wehrmacht und Kriegsverbrechen

 

AM GRÜNEN UFER DER SPREE, BRD 1960, Episodenfilm in 5 Teilen

Episode1: DAS TAGEBUCH DES JÜRGEN WILMS, BRD 1960, Regie Fritz Umgelter (Folge 1 aus dem Ferrnsehzyklus AM GRÜNEN UFER DER SPREE), 96 Min.

 

„Obwohl 'Am grünen Strand der Spree' an der [nicht zutreffenden] Dichotomie der ‚ehrenhaften Wehrmacht‘ und der ‚verbrecherischen SS‘ festhielt, gelang dem WDR mit dieser Produktion ein neuer Realismus in der filmischen Darstellung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik während des Rußlandfeldzuges.“ Michael Aschenbach: Holocaust und Film. Die Rezeption populärer Spielfilme über die Shoah in der Bundesrepublik Deutschland und ihr Einfluss auf die Erinnerungskultur, Hannover 2004

 

Abbildung: Ausschnitt DVD-Hülle

 

5. November 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1964 - eine Filmreihe der Gedenkhalle im Kino im Walzenlager

 

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus. Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Der Abend wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

4. Filmabend: Jüdisches Leben nach der Shoah

 

Film 1: DIE VERGESSENEN, BRD 1956, Regie Peter Dreessen und Peter Adler, SDR (29 MIn.)

 

Film 2: ALS WÄR'S EIN STÜCK VON DIR. DIE JÜDISCHEN MITBÜRGER IN DEUTSCHLAND, BRD 1959, Regie: Peter Schier-Gribowski, NDR (70 Min.)

 

Abbildung: Filmstill DIE VERGESSENEN

7. November 2019 - 18:00 Uhr

Friedenstraße 24, ehemaliger Ort der zerstörten Synagoge


Gedenkfeier

Gedenken an die Opfer des Novemberpogrom von 1938

 

Zur Erinnerung an die Verbrechen während der Pogromnacht des 9. November 1938 und zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht unter der Oberhausener jüdischen Bevölkerung lädt die Stadt Oberhausen in Kooperation mit den jüdischen Gemeinden in Oberhausen und dem Theater der Stadt Oberhausen zu einer öffentlichen Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Donnerstag, den 7. November 2019, um 18 Uhr an den ehemaligen Standort der Synagoge, Friedenstraße 24, ein.

 

Ziel der Gedenkfeier ist, Antisemitismus, Rassismus und jedwede andere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu ächten. Wenn Sie mit den Zielen unserer Gedenkfeier übereinstimmen, sind Sie herzlich zur Teilnahme eingeladen.

 

14. November 2019 - 19:00 Uhr

Gedenkhalle


Podiumsgespräch

Willy Meller – ein Künstler zwischen NS-Diktatur und Demokratie

 

Im April dieses Jahres sorgte die Abhängung zweier Gemälde von Emil Nolde im Bundeskanzleramt für Aufsehen. Schlaglichtartig wurde anhand von Nolde die Frage erneut gestellt, ob man Kunst und Künstler voneinander trennen kann, und wie mit etwaigen NS-Verstrickungen umzugehen sei. Nolde war bis zum Kriegsende NSDAP-Mitglied und Antisemit. Gleichzeitig galt er als „entarteter Künstler“.

 

Dieselben Fragen lassen sich an die Person und das Werk Willy Mellers richten und sollen in dem Podiumsgespräch diskutiert werden: War er ein NS-Künstler, sein Werk NS-Kunst? Und wie soll mit seinen Arbeiten umgegangen werden, die nach 1945 entstanden? Soll NS-Kunst unter Denkmalschutz gestellt werden?

 

Podiumsgespräch mit: Dr. Hans Hesse, Historiker, und Dr. Elke Purpus, Kunsthistorikerin, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek Köln.

Moderation: Mareike Otters, Kuratorin der Ausstellung „RISSE IM STEIN“

 

Foto: Gedenkhalle

 

17. November 2019 - 11:00 Uhr

Gedenkhalle


Gedenkfeier

Einladung zur Teilnahme

 

Zum Volkstrauertag, der in Oberhausen traditionell als Friedenssonntag begangen wird, lädt die Stadt Oberhausen zu einer öffentlichen Feierstunde am Sonntag, den 17. November 2019 ein.

 

11 Uhr Kranzniederlegung an der „Trauernden“ vor der Gedenkhalle

anschließend Gedenkfeier in der Gedenkhalle im Schloss Oberhausen

 

Festrede: Stefan Wunsch, wissenschaftlicher Leiter NS-Dokumentation Vogelsang:

Architektur, Skulptur und Ideologie - Willy Meller und die Ordensburg Vogelsang

 

musikalische Beiträge:

Lotti Zora Kettling und Luca A. Naudszus

 

Foto: Gedenkhalle

 

19. November 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1963

In der Geschichte der deutschen Erinnerungskultur werden die 1950er-Jahre zumeist charakterisiert als eine Phase der politischen Stagnation und kollektiven Verdrängung. Wirft man einen Blick auf die Kinoprogramme dieser Jahre scheint sich dieser Eindruck zu bestätigen, befassen sich doch nur wenige Filme mit Themen des Dritten Reiches. Ein solcher Blick übersieht jedoch, dass die Prävalenz des Films inzwischen von einem anderen Medium in Frage gestellt wird: dem Fernsehen.

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus.

 

Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Jeder Abend wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet, der die Filme in ihrem jeweiligen historischen Kontext verortet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion

 

5. Filmabend - „Was damals Recht war ...“ Justiz im Dritten Reich und danach

 

Film 1: DUNKELZIFFER, BRD 1964, Produktion: NDR (Folge 102 der Sendung PANORAMA), Länge: 18 Min.

Film 2: ROSEN FÜR DEN STAATSANWALT, BRD 1959, Regie: Wolfgang Staudte, Länge: 94 Min.

 

 

10. Dezember 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 - 1963

 

In der Geschichte der deutschen Erinnerungskultur werden die 1950er-Jahre zumeist charakterisiert als eine Phase der politischen Stagnation und kollektiven Verdrängung. Wirft man einen Blick auf die Kinoprogramme dieser Jahre scheint sich dieser Eindruck zu bestätigen, befassen sich doch nur wenige Filme mit Themen des Dritten Reiches. Ein solcher Blick übersieht jedoch, dass die Prävalenz des Films inzwischen von einem anderen Medium in Frage gestellt wird: dem Fernsehen.

Anhand von Film-, vor allem aber Fernsehbeispielen aus den Jahren 1950 bis 1964 wirft die Filmreihe einen differenzierenden Blick auf diese Jahre und arbeitet die Diskurse einer medialen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland West und Ost heraus. Der besondere Wert der Filmreihe besteht in der Präsentation von Fernsehproduktionen, die man heute sonst nicht mehr zu sehen bekommen kann.

 

Jeder Abend wird durch den Kurator der Filmreihe, den Filmhistoriker Thomas Hammacher, eingeleitet, der die Filme in ihrem jeweiligen historischen Kontext verortet. Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

6. Filmabend: Der andere Blick: Erinnerungskultur in der DDR

 

Film 1: DIE GERECHTIGKEIT NEHME IHREN LAUF, Sonderbericht zum Globke-Prozess, DDR 1963, Produktion: Deutscher Fernsehfunk, Beitrag in der Sendereihe IM BLICKPUNKT, Länge: 10 Min.

Film 2: JETZT UND IN DER STUNDE MEINES TODES, DDR 1963, Regie: Konrad Petzold, Länge: 93 Min.

 

13. Dezember 2019 - 19:00 Uhr

Gedenkhalle


Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Loretana de Libero

Im Schatten der Wehrmacht? Zum Totengedenken (in) der Bundeswehr

 

Die Bundeswehr ist nach 1955 im Wesentlichen von ehemaligen Wehrmachtangehörigen aufgebaut worden. Im Totengedenken der jungen Streitkräfte standen daher die Gefallenen der beiden Weltkriege über viele Jahrzehnte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Erst 2009 wurde mit dem „Ehrenmal der Bundeswehr“ in Berlin ausschließlich der im Dienst getöteten oder gestorbenen Bundeswehrangehörigen gedacht.

Der Vortrag beleuchtet personelle und ideelle Kontinuitäten und Diskontinuitäten im Totengedenken (in) der Bundeswehr. Analysiert werden an ausgewählten Beispielen Entwicklung und Funktion von Form, Sprache und Inhalten der Erinnerungs- und Gedenkkultur im militärischen Raum. Beleuchtet werden soll ferner, ob und auf welche Weise die Auslandsmissionen der Bundeswehr, im Besonderen der ISAF-Einsatz in Afghanistan, das Erinnern und Gedenken in der Bundeswehr (aber und auch in der Zivilgesellschaft) verändert haben.

 

Die Referentin Loretana de Libero ist Professorin für Moderne Militärgeschichte an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Zugleich lehrt sie an der Universität Potsdam. Zu ihren Forschungsgebieten zählen Emotions-, Rechts- und Gewaltgeschichte. Sie gilt als eine der wenigen Expertinnen zu Fragen der militärischen Erinnerungskultur und hat den Prozess um die neuen Traditionsrichtlinien im Verteidigungsministerium beratend begleitet.

 

Foto: Westfriedhof Oberhausen, © Gedenkhalle